CDU Kreisverband Lübeck
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Klares Ja zum Social-Media-Verbot bis 14 Jahre

Fehlende Impulskontrolle und Frustrationstoleranz

Die familien- und suchtpolitische Sprecherin der CDU- Fraktion, Dagmar Hildebrand, hat sich klar für ein Nutzungsverbot von Social Media-Angeboten für Jugendliche unter 14 Jahren ausgesprochen. Die Expertenanhörung zu diesem Thema im Landtag habe am gestrigen Montag noch eimal deutlich gezeigt, welche Auswirkungen „soziale Medien“ bei früher Nutzung durch Kinder haben.


Die Ärzte und Professoren etwa aus dem Bereich der Neurowissenschaft und der Kinder- und Jugendpsychologie betonten, dass die Stirnhirnentwicklung von Kindern bei zu früher Mediennutzung auf der Strecke bliebe. „Diese Schäden sind nicht reparabel“, betont die Landtagsabgeordnete und zitiert damit aus der Expertenanhörung.


Drei Viertel aller Kinder unter 13 Jahren nutzen soziale Medien, dabei beginnt psychische Gesundheit im Kindesalter. Und problematische Mediennutzung gehe nun einmal mit schlechter psychischer Gesundheit einher. Hildebrand erklärt: „350.000 Kinder haben ein krankhaftes Nutzungsverhalten sozialer Medien, diese Zahl hat sich in den vergangenen sieben Jahren verdoppelt“. Jeder fünfte Heranwachsende zeige zumindest ein riskantes Nutzungsverhalten von mehreren Stunden täglich.


Die Abgeordnete sagt: „Die Experten haben in der Landtagsanhörung deutlich darauf hingewiesen, dass immer mehr Kinder durch den digitalen Konsum sowohl die Impulskontrolle als auch die Frustrationstoleranz fehle.“ Außerdem hätten die Experten im Landtag klargemacht, dass von der Techszene gezielt suchtmachende Techniken eingesetzt würden, um die Kinder und Jugendlichen länger an den Geräten zu halten. Rund ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland seien süchtig nach Social Media oder zeigen Anzeichen einer Mediensucht.

Hildebrand abschließend: „Mit Blick auf die aktuelle Situation und insbesondere auch auf die Folgen des zu frühen Medienkonsums kommt für uns nur ein Social- Media-Verbot für unter 14-Jährige in Betracht. Der entsprechende Antrag des CDU- Landesverbandes Schleswig-Holstein wurde vom Bundesparteitag vor wenigen Tagen angenommen. Die Jugendlichen bis zu 16 Jahren haben zudem ein besonderes Schutzbedürfnis im digitalen Raum. Beide Punkte wird die Bundesregierung zeitnah ausgestalten.“