Umbau des Mühlentorplatzes für mehr Sicherheit und weniger Staus
Für die CDU stehen drei Ziele im Mittelpunkt:
- die Sicherheit von Fußgängern, der Radfahrerinnen und Radfahrer sowie der vielen Schulkinder, die den Mühlentorplatz täglich auf ihrem Schulweg passieren.
- sicherer und funktionierender Verkehrsfluss auf einer der Hauptverkehrsadern der Stadt
- zeitgleiche Fertigstellung des Mühlentorplatzes mit der Sanierung der Mühlentorbrücke
Seit Jahrzehnten zählt der Mühlentorplatz zu den größten Unfallschwerpunkten Lübecks. Die Unfallstatistik der Polizeidirektion Lübeck belegt den dringenden Handlungsbedarf eindrucksvoll: Zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 14. Juni 2022 wurden dort 188 Verkehrsunfälle registriert. Bei 92 Unfällen mit Personenschaden wurden vier Menschen schwer und 101 leicht verletzt. Besonders besorgniserregend ist, dass allein 77 Radfahrerinnen und Radfahrer verunglückten.
Der Mühlentorplatz ist einer der wichtigsten Knotenpunkte für viele Buslinien, für den motorisierten Individualverkehr, als auch für den Radverkehr.
Insbesondere morgens und mittags wird er von zahlreichen Kindern und Jugendlichen auf dem Weg zur Schule genutzt. Deshalb muss bei der Umsetzung des Umbaus die Schulwegsicherheit oberste Priorität haben. Eine lichtsignalisierte Kreuzung schafft genau hier entscheidende Verbesserungen: Rad- und Fußverkehr werden durch eine Lichtsignalanlage weitgehend vom Kraftfahrzeugverkehr getrennt. Je geringer die Zahl der Konfliktpunkte zwischen Rad- und Kraftfahrzeugverkehr ist, desto höher ist die Verkehrssicherheit. Genau diese Voraussetzung erfüllt die signalisierte Kreuzung.
Dazu erklärt Dr. Ulrich Brock, Mitglied der CDU-Bürgerschaftsfraktion und Vorsitzender des Bauausschusses: „Unsere Verantwortung ist es, Gefahren zu beseitigen und nicht Planungen auf Jahre zu verzögern. Die signalisierte Kreuzung bietet nach allen vorliegenden Untersuchungen den besten Schutz für Radfahrer. Deshalb müssen wir jetzt handeln.“
Neben der Verkehrssicherheit sprechen auch zeitliche Gründe eindeutig für eine schnelle Umsetzung. Nur wenn der Umbau des Mühlentorplatzes zeitgleich mit der Sanierung der Mühlentorbrücke erfolgt, können Beeinträchtigungen durch Baustellen minimiert werden. Insbesondere für Anwohner, Pendler, den öffentlichen Nahverkehr sowie den Wirtschaftsverkehr müssen die erheblichen Verkehrsbehinderungen auf ein Mindestmaß reduzieren werden. Weiterhin muss der Berliner Platz ebenfalls dringend umgebaut werden. Dies kann aber nur geschehen, wenn der Mühlentorplatz dann die zusätzlichen Verkehre aufnehmen kann.
Eine erneute Variantenprüfung zur Erhaltung des Kreisverkehrs würde den Baubeginn nach Angaben der Verwaltung um mindestens ein Jahr verzögern. Damit wäre eine gemeinsame Realisierung mit der Brückensanierung kaum noch möglich. Gleichzeitig würde sich die Beseitigung eines seit Jahrzehnten bekannten Unfallschwerpunktes weiter verzögern – zulasten der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer.
Für die CDU-Bürgerschaftsfraktion ist deshalb klar:
Am Mühlentorplatz geht es um den bestmöglichen Schutz der Menschen, die dort täglich unterwegs sind. Wer die Sicherheit ernst nimmt, muss jetzt handeln. Gleichzeitig gilt es, die einmalige Chance zu nutzen, den Umbau des Mühlentorplatzes gemeinsam mit der Sanierung der Mühlentorbrücke umzusetzen. Dies reduziert die Dauer der Verkehrsbehinderungen und beseitigt einen seit Jahrzehnten bekannten Unfallschwerpunkt endlich nachhaltig.