CDU Kreisverband Lübeck
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Nächste Staufalle: Mühlentorteller wird einspurig

Die nächste Hauptverkehrsader wird zum Nadelöhr: Ab Montag, den 16. Oktober soll der Mühlentorteller einstreifig markiert werden, um den Verkehr am Mühlentorteller einspurig zu führen. Damit setzt sich die Stadtverwaltung über alle Einwände aus der Lübecker Bürgerschaft hinweg.

Die diesbezüglichen Pläne der Stadtverwaltung wurden in der Sitzung des Bauausschusses am 18. September aufs Schärfste kritisiert und abgelehnt. Insbesondere Dr. Ulrich Brock, der baupolitische Sprecher der CDU-Fraktion machte deutlich, dass es Alternativen zur Einspurigkeit des Mühlentortellers geben würde: „Dabei wäre es ohne weiteres möglich, die umliegenden Flächen einzubeziehen, da sie im Eigentum der Hansestadt Lübeck stehen. Außerdem könnte der Radverkehr außerhalb des Kreises über die neu errichtete Behelfsbrücke geführt werden. Eine sofortige Maßnahme wäre nicht nötig, nachdem im Zusammenhang mit der Brückenerneuerung ohnehin eine Anpassung kommen müsse.“

Christopher Lötsch, CDU-Fraktionsvorsitzender ist empört: „Als hätten wir nicht schon genug Stau. Ziel muss es doch sein, einen funktionierenden Verkehrsfluss - für alle Verkehrsteilnehmer, für Auto- und Radfahrer genauso wie für Fußgänger - auf den Hauptverkehrsadern der Stadt zu gewährleisten. Seit Jahren hat die Stadtverwaltung versäumt, den Mühlentorteller so umzubauen, dass alle Verkehre ihn sicher benutzen können und es zu keinen Staus kommt. Und nun fällt dem Bürgermeister nur eine Teilsperrung ein?“ Ab sofort sollen sich nun Autos und Busse eine Fahrspur teilen. Betroffen sind Ratzeburger Straße und Kronsforder Allee. In beiden Straßen gab es bekanntlich schon vorher nicht nur zu Stoßzeiten einen beträchtlichen Rückstau. Auch ist diese Maßnahme absolut kontraproduktiv hinsichtlich des Ziels, den ÖPNV zu stärken und mehr Menschen dazu zu bewegen, auf den Bus umzusteigen. Auch dieser wird künftig im Stau stehen. Schlussendlich ist es sogar fraglich, ob eine so einseitige Entscheidung rechtens ist.